Freitag, 26. Juni 2009

No one want to be defeated

Zunächst einmal stelle ich klar: Michael Jacksons Tod bedrückt mich ebenso wie fast jeden anderen Menschen auf der Welt. Dass der Mann (und auch wirklich er, nicht ein anderer Fuzzi, der für Britney Spears und Co. Songs schreibt) zeitlose Musik gemacht hat, ist sonnenklar. Ebenso, dass er ein herzensguter Mensch gewesen ist. Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir im Urlaub immer Michael Jackson im Auto gehört haben, wenn wir irgendwo hingefahren sind. Das hat mich ziemlich geprägt.

Was mir nun aber wirklich auf den Senkel geht, ist, wie plötzlich ALLE Michael hinterherweinen. Alle werden wieder die Musikläden stürmen und sich die CD's krallen, beteuern, was für ein großer Fan sie doch alle sind. Wieso machen Leute das? Aus Mode? Innerer Zwang? Warum muss ich mir jetzt Statements von LL Cool J und den Black Eyed Peas anhören, wie sehr er sie doch geprägt hat (was nicht stimmt, sonst würden sie ja gute Musik machen)?Vorher war Michael nur dieser komische Freak, der irgendwann mal nette Musik gemacht hat, die man sich nebenbei mal anhören konnte. Aber sonst, uh, Operationsfreak mit dem Hang zu seltsamen Angewohnheiten.

Michael Jackson war ein beispielhafter Mensch, an derem Schaffen wir uns bis an unser Lebensende orientieren sollten. Selbst als es Ende der 90er etwas bergab ging, Michael war immer die Person, die die Musikwelt zusammen mit den Beatles maßgeblich geprägt hat. Und das kann ihm keiner mehr nehmen.

Donnerstag, 18. Juni 2009

Goodbye, Sozis...

Schon immer hatte die SPD bei mir bessere Karten.Stets bin ich ihretwillen zur Wahl gegangen und habe brav meine Stimme abgegeben. Immer wieder wurde ich enttäuscht. Doch mit jeder neuen Wahl gab ich ihr eine neue Chance.

Zensursula hat den Bogen nun überspannt. Wer die zweitgrößte Petition Deutschlands (die erste war mit knapp 170.000 Stimmen ein Verbot der NPD) mit 130.000, wahrscheinlich auch vielen jungen Erstwählern, ignoriert sowie auf Expertenmeinungen nicht weiter eingeht, hat bei mir verschissen. Für immer. Ein derart fremdes Weltbild kenne ich sonst nur von der CSU. Aber die leben in Bayern auch in ihrer eigenen Welt.

Freitag, 5. Juni 2009

Im Sinne von Richard Matheson

Vor wenigen Minuten habe ich mir auf einer nicht näher zu erläuternden Seite E3-Eindrücke zum Spiel All Points Bulletin durchgelesen. Der Titel entsteht unter der Leitung ehemaliger Mitarbeiter von Rockstar Games, die ihres Zeichens für Grand Theft Auto verantwortlich sind. Das ganze soll online spielbar sein, mit viel Action, ein wenig RPG und was sonst noch so gut bei der Masse ankommt.

Innerhalb von wenigen Sekunden kam mir eine ähnliche Idee für ein MMORPG. Es ist eine Mischung GTA IV und der Geschichte von I Am Legend, die vor zwei Jahren mit Will Smith auf die Leinwand gebracht wurde. Wie soll man das kombinieren?

Der Titel spielt wieder einmal in einer postapokalyptischen Zeit, die großen Nationen unserer Welt liegen also in Trümmern, eine Regierung gibt es nicht mehr. Schuld daran ist, wie in I Am Legend, eine weltweite Krankheit, die ihre Opfer in geistlose, monströse Killer verwandelt. Letztere kommen jedoch nur nachts zum Vorschein. Der Spieler, der sich zu Beginn einen Charakter erstellt (mit individuellen Aussehen, Fertigkeiten, Charakterklasse und dem ganzen Pi Pa Po), hat nun das Ziel, sich tagsüber mit Vorräten/Munition/sonstigem Kram einzudecken und für die Nacht ein sicheres Quartier zu finden.

Zu diesem Zweck sollte er mit anderen Spielern Clans bilden, die dann zusammen auf Beutejagd gehen, logischerweise auch gegen andere Clans, wie es nun mal die Natur des Menschen ist. Der Hersteller könnte besonders erfolgreiche Gruppierungen, die sich besonders gut eingebunkert haben, regelmäßig mit besonders heftigen Großangriffen bei Nacht auf die Probe stellen.

Folglich haben wir eine Mischung aus dem Film I Am Legend, GTA IV, Fallout, Left 4 Dead und Hellgate: London. Ja, ich weiß, das ist alles zusammengeklaut und bedarf an vielen Ecken noch Überarbeitung, aber den grundsätzlichen Gedanken dahinter finde ich toll. Vielleicht werkelt ja schon ein Entwickler heimlich daran? Ich würd's spielen.

Freitag, 29. Mai 2009

Die Rückkehr des Außenseiters

In meiner für Videospiele verhältnismäßig langen Zeit als mehr oder weniger professioneller Beat'em Up-Spieler (das sind so Games wie Street Fighter und Co.) hat die King of Fighters-Reihe nie eine große Rolle für mich gespielt. Schon früh vertiefte ich mich in Street Fighter III: 3rd Strike, war es doch dem liebgewonnenen, alten Street Fighter 2 thematisch am nächsten. Und das war es, worum es mir anfangs ging.

KoF hingegen war immer der Außenseiter. Der Nachahmer, böse gesagt. Das gefühlte, jährliche Update ließ mich ebenso kalt wie die miserablen 3D-Ableger. Nicht dass wir uns falsch verstehen, mir war immer klar, dass KoF eine gute Serie ist. Nur sah ich halt keinen Grund darin, mich großartig mit ihr zu beschäftigen, da hier im Westen ohnehin kaum jemand groß damit bewandert ist. Die guten Spieler leben in Hamburg und Berlin.

Mit dem im Juli erscheinenden King of Fighters XII ändert sich das aber gewaltig. im Gegensatz zu Street Fighter IV bleibt KoF XII seinem 2D-Prinzip treu, bietet dabei aber unglaublich tolle Grafik. Entwickler SNK hat jetzt eine Seite veröffentlicht, auf der man sich Figuren und Hintergründe ansehen kann. Mit Pause- und Zoom-Funktion.

Klick hier

Für Nichtbewanderte: Auf den dritten Link klicken, beginnt mit "2D", dann auf "Dot Arts".

Dienstag, 26. Mai 2009

Skandal und Selbstverständlichkeit

Vor fünf Minuten vernommen, dass die Deutsche Bank ihre Mitarbeiter bespitzelt. Von den untersten Rängen bis in die höchsten Führungskreise. Lebensmitteldiscounter sind also keine Pioniere in Deutschland, was firmeninterne Spionage angeht.

Was mich bei der ganzen Sache nur wieder einmal stört: Wenn eine Firma ihre Mitarbeiter bespitzelt, spricht alle Welt von einem Skandal. Wenn aber unsere liebe Regierung Deutschland nach und nach in einen Überwachungsstaat verwandelt, ist das ein dringend benötigter Schritt. Für unsere eigene Sicherheit. Mit den Bahnhöfen fing es an, nun kommt das Internet.

Wer mit der Materie nichts anfangen kann: Klick

Montag, 18. Mai 2009

Steinige Wege

Der Donnerstag hat in den vergangenen drei Wochen ganz schön geschlaucht, war ich doch jedes mal beruflich unterwegs. Zunächst ganz gechillt nach München zu Take2, sieben Tage später zu Ubisoft nach Paris und vergangene Woche nach Brighton in die Black Rock Studios. Letzteres für zwei Tage, was im übrigen auch das persönlich schönste Event von allen war. Modernes Hotel, gutes Essen (in England, wtf?) und ausgesprochen nette Leute. Sowohl von der kollegialen Journalisten-Front als auch bei den PR-Managern.

Die jeweils vor Ort vorgestellten Produkte erwähne ich hier aber nicht, das gesammelte Wissen wird viel eher für einen schönen Artikel verwendet werden. Bei allen drei Spielen handelt es sich aber um vielversprechendes Material, soviel kann ich schon mal verraten.

Montag, 4. Mai 2009

Möge das Wissen mit dir sein

Mir ist neulich die perfekte Seite zum Stöbern über den Desktop gelaufen.

http://www.jedipedia.de

Würde die Seite Star Trek behandeln, ein simples "Faszinierend" wäre Beschreibung genug. Als großer Star Wars-Fan der frühesten Stunde (sechs Jahre) ist dieses Sammelsurium des unnützen Nerd-Wissens eine wahre Goldgrube. Ob nun die 501. Sturmtruppenlegion, der gesamte Lebenslauf von Luke Skywalker oder die Beschreibung eines Feuchtigkeitsvaporisators, bis jetzt ist mir noch kein Element untergekommen, welches auf dieser Seite nicht erklärt wird. Es genügt schon, dass in einem x-beliebigen Comic ein kleiner, unbedeutender Charakter nur kurz mit dem Namen erwähnt wird, schon gibt's auf Jedipedia einen Artikel drüber.

Interessant ist vor allem zu lesen, was nach den Ereignissen der Filmtrilogie passierte. Aber das kennen die Leute, die die Bücher gelesen haben, sicher schon längst.